Monthly Archives: November 2012

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So hätte das Abendessen gestern aussehen sollen.
Stattdessen haben wir wieder etwas gelernt: In Chile ist ‘filet’ ein Filet und ‘lomo’ eher so etwas wie eine Schuhsohle. Und wenn auf der Karte steht ‘lomo/filet’, dann sollte man sich sehr eindeutig äußern… :c)

Trotzdem hat sich der gestrige Abend gelohnt. Wir haben zum Abendessen Fabién, den Bruder einer Freundin meiner Schwester getroffen, der hier lebt und dessen Job es zufällig ist, den Tourismus vor Ort zu entwickeln und zu fördern. Fabiéns Frau arbeitet für den sich noch in der Entstehung befindlichen “Futura Parque Nacional Patagonia” – der Park, bei dem wir uns vor einem Jahr als Volunteers beworben, aber leider nie Antwort erhalten hatten. Jetzt schauen wir als Touris mal dort vorbei.

So sind wir zwar mit Kaumuskelkater, aber reich an Tips für unsere Weiterreise zurück ins Hostel gefahren.

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Eigentlich war nur ein gemütlicher Spaziergang im Nationalpark Coyhaique geplant – aber dann lockte der Gipfel jenseits der Baumgrenze mit Fernblick…

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Zwischen Puyuhuapi und Coyhaique sieht man immer wieder, dass das Gebiet noch nicht lange besiedelt ist. Zeitweise fährt man durch wilden Urwald, der immer wieder von brandgerodeten Parzellen unterbrochen ist.

Kann man den Menschen hier dafür einen Vorwurf machen? Der Begriff der “Kulturlandschaft” für die von Menschenhand geformten Landschaften zuhause bekommt auf einmal eine ganz andere Note, die hässliche Brandrodung haben unsere Vorfahren für uns übernommen.

Man kann allerdings nicht behaupten, dass den Menschen hier ihre Natur egal sei. Den Vorhaben von Endesa Flüsse aufzustauen und durch Wasserkraft “sauberen” Strom zu erzeugen setzt sich die Bevölkerung mit “Patagonia sin represas” ebenso entgegen, wie mit “No a la mina” einer neuen Gold- und Silbermine.

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Wie gemalt lag er da, der Ventisquero Colgante im Nationalpark Queulat. Wenn die Sonne auf den Gletscher scheint brechen immer wieder Stücke ab und Stürzen mit lautem Getöse auf das darunter liegende Schneefeld. Das Geräusch klingt wie Donnergrollen und die Sonne glitzert in der Wolke aus Eiskristallen.

Wir hatten dieses Mal leider kein Glück. Nur wenige Minuten bevor wir den Aussichtspunkt erreichten brach ein großes Stück ab – und in den darauf folgenden knapp zwei Stunden nur noch ein paar kleine Nachzügler. Aber es kommen ja noch ein paar mehr Gletscher…

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Zona Urbana

Wie angekündigt, hier der zweite Teil unseres Berichts zum gestrigen Tag! Da wir in Coyhaique online erst ab 1.12. eine Unterkunft gefunden hatten, dachten wir, wir stoppen nochmal in Puerto Aísen zwischen und treiben uns dort noch eine Weile rum. Durch wieder mal eindrucksvolle Landschaft fuhren wir die Carretera Austral entlang – und wurden wieder mal ernüchtert! Wie kann ein Land so wunderschön sein, aber so hässliche Städte haben? Dieses Erlebnis hatten wir schon öfters auf unserer Reise. Man bewegt sich in Landstrichen, die einem den Atem rauben und dann erreicht man voller Vorfreude eine Stadt und … und findet nichts als heruntergekommene Hütten, schäbige Bauten, Slums. Irgendwie traurig. Wir können uns nicht vorstellen, dass es nur an fehlenden finanziellen Mitteln liegt, das vielen Dörfern und Städten hier sämtlicher Charme und Schönheit fehlen – es scheint, als hätten die Menschen gar nicht den Drang, ihre Stadt schön zu gestalten. Vielleicht hängt es auch mit dem zusammen, was Paul vom Casaverde sagte: Jeder macht hier halt so sein Ding, was ganz offensichtlich nicht nur Vorteile hat. Vielleicht gibt es hier so ein Gemeinschaftswesen einfach nicht. Wir wissen es nicht. Aber dieser Gegensatz zwischen den einzigartig-schönen unbesiedelten Flecken Erde und den tristen urbanen Zonen trifft uns immer wieder wie ein Schlag. Da plant und recherchiert man, ist voller Vorfreude und dann ist vieles eben nicht so wie erwartet – und so sitzt man wieder im Auto in der Hoffnung am nächsten Ort “eine Base” zu finden. Wir sind die letzten Tage nur auf der Suche nach einem Platz zum Wohlfühlen gewesen, von dem aus wir die eine oder andere Tour starten können. Momente, in denen wir uns kurz nach unserem Zuhause gesehnt haben, blieben da nicht aus. Aber dann fährst du weiter, tauchst einmal mehr in diese landschaftliche Vielfalt hier ein und schon vergisst du die trostlosen Bilder, die dich eben noch frustriert haben. Und zum Glück gibt es auch unter den “Zonas Urbanas” ab und an wieder die eine oder andere, die einen mit ganz besonderen Plätzen überrascht: Sind jetzt doch schon in Coyhaique und haben abseits der Stadt im Wald ein liebevoll gestaltetes Hostel im Stil einer rustikalen Holzhütte gefunden. Hier ist jemand mit Herz und Seele bei der Sache, das merkt man als Gast sofort und fühlt sich daher auch direkt wohl. Hier bleiben wir nun bis zum 1.12. und wechseln dann in das schon gebuchte Hostel in der Stadt. Endlich Zeit, einen Ort und sein Umland genauer zu erkunden. Und wenn uns danach ist, machen wir aus der einen Woche hier in Coyhaique eben zwei!
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Willkommen im Zauberwald


Puerto Puyuhuapi hat uns nicht so sehr gefallen, als das wir dort länger hätten bleiben wollen. Also haben wir uns zwei Tage früher als geplant auf den Weg Richtung Coyhaique bzw. Puerto Aísen gemacht, die einstige Hauptstadt der Provinz Aísen. Auf dem Weg dahin sind wir am Bosque Encantado – dem verzauberten Wald – vorbeigekommen und haben uns spontan entschlossen, die Wanderung hindurch noch mitzunehmen. Letztere stand eigentlich noch für gestern an, aber nach unserem Trip zum hängenden Gletscher Ventisquero Colgante war es dafür schon zu spät.

Welch Glück haben wir den Zauberwald heute noch besucht! Selten war ein Name so zutreffend. Hätten Schneewittchen und die sieben Zwerge, Rotkäppchen samt Wolf, Feen, Elfen oder andere Fabelwesen unseren Weg gekreuzt, es hätte uns nicht gewundert. Moosbehangene Bäume formten Tore, Wurzeln die Pfade, hier und da glitzerte glasklares Wasser in der Sonne …
Märchenhaft magisch!
Sonia, wenn du das liest: Wie gerne hätte ich dich hergebeamt – der perfekte Ort für ein Fotoshooting von Ani und dir in Elben-Gewandung!!!
Leider hat uns unterwegs das Kopfkino einen Strich durch die Rechnung gemacht: Wir hatten doch zu große Bedenken wegen unseres vollgepackten Wagens, der einsam am Wegesrand parkte. So haben wir auf halber Strecke kehrt gemacht und unsere Reise gen Süden fortgesetzt! Den schönsten Teil haben wir gesehen, da sind wir uns sicher.
Zum Rest des heutigen Trips haben wir auch noch etwas zu berichten … später!
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Pinchada Numero 2 – Reifenpanne Nummer 2 … und dieses Mal ohne Olaf, ohne Claudio und ohne Gomeria ums Eck! Traumstart auf der Carretera Austral, der einzigen Verbindung zum Süden …

Zum Glück hatten wir bei der letzten Panne gut aufgepasst – wenige Minuten später und dank entsprechender Arbeitsschutzausrüstung aus dem Hause Dengler (einen Gruß nach Oberursel!!) war das Ersatzrad drauf!
Sind so noch gut nach Puerto Puyuhuapi gekommen, ein kleines Dorf mit 600 Einwohnern. Dieses wurde 1935 von vier jungen Sudetendeutschen gegründet, die sich im damals noch unerforschten patagonischen Urwald am Ende eines Fjordes niederließen. Fast ein halbes Jahrhundert war der Ort nur per Schiff oder Flugzeug erreichbar, doch diese “fünfzig Jahre Einsamkeit” endeten vor knapp drei Jahrzehnten mit dem Bau der Carretera Austral. Wobei Bau irgendwie das falsche Wort ist, denn auch die Carretera Austral ist eine einzige Schotterpiste voller Schlaglöcher … frag nicht nach Sonnenschein!
Jedenfalls hat die Hausherrin unserer Unterkunft für Morgen einen Mechaniker bestellt, der unseren kaputten Reifen flickt! Werkstatt gibt es hier nämlich keine. Na dann …
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Bei der örtlichen Jugend kommt gerade der Vokuhila in Mode – und nicht nur da gibt es vermutlich etwas Aufklärungsbedarf…

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Los Alerces Teil 2 :c)

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