Buenos Aires gefällt uns so gut, dass wir unsere Flüge spontan umgebucht haben und noch zwei Tage dran hängen.

Die Stadt ist voll, sie ist laut, der Smog kratzt im Hals, aber durch seine Architektur – überwiegend Kolonialstil – und seine Vielseitigkeit ist Buenos Aires auch unheimlich beeindruckend. Jedes “Barrio” hat irgendwie sein eigenes Leben, süße Cafés und Restaurants laden zum Verweilen und Genießen ein, und immer wieder entedeckt man mitten im Großstadtchaos Parks und Grünanlagen, in denen sich die Locals die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Selbst die Armenviertel, wie das wohl bekannteste “La Boca”, haben ihren Charme, auch wenn das Leben deren Bewohner wahrscheinlich alles andere als charmant ist. Mit etwas Glück steht hier und da eine Haustüre offen und man erhascht einen Blick in die teils wirklich traumhaften und blumengesäumten Innen- und Hinterhöfe, die einen binnen Sekunden in eine andere Welt, fernab von Lärm und Trubel, eintauchen lassen. Auch unser Hotel hat so einen “Patio” – wahrlich eine kleine Oase.

Das mit den umgebuchten Flügen war natürlich Spaß (ihr könnt wieder aufatmen, liebe Eltern!), auch wenn wir hier gerne noch einen Tag länger auf Entdeckungstour gegangen wären. So blieb uns leider nur der gestrige Tag. In Anbetracht der wenigen Zeit hatten wir uns für eine Bustour durch Argentiniens Metropole entschieden, um so viel möglich davon zu sehen – das Beste, was wir machen konnten. Ein paar Ecken sind wir selbst abgelaufen, aber ohne den Bus hätten wir viele davon gar nicht erreicht. Buenos Aires ist einfach riesig.

Am Abend ließen wir uns dann am Puerto Madero ein letztes Mal feinstes Bife und einen guten Malbec schmecken.

Fotos gibt es leider nicht so viele. Wir hatten kaum etwas bei uns, um die Taschendiebe, vor denen hier jeder warnt, nicht unnötig zu provozieren.

Nun sitzen wir in den Startlöchern. Unser Gepäck ist eingecheckt und in zwei Stunden heißt es bereits “Ready for Boarding”. Leicht macht uns Buenos Aires den Abschied nicht – der Himmel ist wolkenlos und wir haben angenehme 26 Grad. Kaum vorstellbar, dass wir in 24 Stunden bei Minusgraden in der Heimat ankommen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *