Leute, was sind wir gerade glücklich! Nachdem die letzten Wochen ja fast langweilig waren und die Hostels einfach nur laut und teilweise auch recht uncharmant, dachten wir schon, Südamerika möchte uns den Abschied leicht machen. Diesen Gedanken konnten wir allerdings gerade wieder verwerfen …

Aber von vorne: Aus Budget- und Organisationsgründen haben wir unseren Plan, mit dem Schiff von Punta Arenas zur Isla Navarino und von dort nach Ushuaia – unserem letzten Reiseziel – überzusetzen, geändert und sind die Strecke mit dem Bus gefahren. 15 Stunden lang. Muss man nicht wiederholen. Aber amüsant war es, zum einen, weil wir zwischendurch mit der Fähre die Magellanstraße überqueren mussten, und zum anderen hatten wir vier Briten unter den Reisegästen, die für ihr Visum wohl noch nicht bezahlt hatten (in manchen Ländern kostet das Touri-Visum, aber das hatte man ihnen nicht erklärt) und somit nicht nach Argentinien durften. Die Ausreise aus Chile gestaltete sich noch einfach, aber die Argentinier kannten bei der Einreise kein Erbarmen und somit mussten wir von der argentinischen Grenze wieder zurück zur chilenischen fahren und die Vier absetzen. Für uns bedeutete das nur Verspätung, für die Briten begann jedoch ein kleines Reiseabenteuer, denn es war für sie nicht abzusehen, wann der nächste Bus mit freien Pätzen käme, der sie zurück nach Punta Arenas bringt …

Nun sind wir also in Ushuaia, der Stadt direkt am Beagle-Kanal, die oft als südlichste der Welt oder auch als “fin del mundo” bezeichnet wird, auch wenn das faktisch ja nicht ganz stimmt. Schiffe brechen von hier in Richtung Cap Horn auf und so mancher Abenteurer und Forscher startet mit dem Flugzeug in die Antarktis.

Entgegen vieler Meinungen gefällt uns Ushuaia recht gut. Zwar ist auch hier alles auf Touristen ausgelegt, aber wenigstens hat man so tausende von Möglichkeiten, etwas zu unternehmen. Und was noch viel toller ist: Nach zwei weiteren Nächten in einem lauten, wenn auch gepflegten Hostel haben wir gerade eine kleine zuckersüße Cabana, “Pilar de Alma” (Säule der Seele), oberhalb des Zentrums bezogen. Den Tipp hatten wir von Christina und Olaf, den zwei Kielern, die wir in El Bolson kennenlernten, die hier vor ein paar Wochen ebenfalls gewohnt haben. Und dieser Tipp war wirklich Gold wert! Genau wie die zweite Empfehlung von den beiden, unbedingt eine Segeltour durch den Beaglekanal zur Naturschutzinsel “H” zu machen.

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