Nach so viel Natur haben wir die letzten beiden Tage in Punta Arenas damit verbracht, das am Punta Santa Ana gelegene Fuerte Bulnes unter die Lupe zu nehmen und noch ein wenig Zeit in unserem “Stammcafé” Tapiz zu verbringen.

Die Spanier erbauten das Fort 1843, um ihren Anspruch auf die Kontrolle der Magellanstraße zu manifestieren. Der Versuch eine Siedlung zu errichten, scheiterte am rauen Klima. Schon 1584 versuchten die Spanier, nur zwei Kilometer entfernt eine Stadt zu gründen. Nur drei Jahre später fand ein Engländer nur noch Ruinen vor und nannte den Ort “Port Famine”.
Dank der Abwesenheit von Strommasten, Kondensstreifen und anderen Zeichen der modernen Zivilisation fällt es an diesem Ort leicht sich vorzustellen, wie die europäischen Siedler und Eroberer an dieser Küste ankamen und nach Buchten und Hügeln suchten, um Forts und Siedlungen zu gründen.
Da es nach sechs Jahren immer noch nicht gelungen war, am Fort eine Siedlung zu errichten, versuchten es die Spanier etwas weiter nördlich und gründeten Punta Arenas. Das Fort wurde anschließend aufgegeben.

Punta Arenas ist zwar auf Touristen ausgelegt, dennoch fehlt es an schönen Orten in der Stadt die zum Verweilen einladen. Unser Guide während der Tour zum Fuerte Bulnes erklärte uns, dass die chilenischen Touristen normalerweise drei Tage in der Stadt bleiben. An einem Tag besuchen sie Fuerte Bulnes und eine Pinguinera, für einen Tag fahren sie mit dem Bus in den Nationalpark Torres del Paine und einen Tag verbringen sie in der Zona Franca, um zollfrei einzukaufen. Ein schönes Café gab es aber doch, und dort haben wir fast jeden Tag zumindest auf einen Kaffee oder ein Avocado-Sandwich vorbeigeschaut.

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